Der Magische Donnerbalken, oder: Das wahre Leben des Old Kletterhand

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Eines Tages begegnete ich zu später Stunde meinem Nachbarn und Weggenossen Jean Génie, der mir spontan eine Geschichte erzählte, wie sie phantastischer nicht sein kann: Just während der Tage, als unser aller (naja, der damals noch jungen Mädchenschar) Schwarm und Held Winnetou in Gestalt seines Alter Egos Pierre Brice uns verlassen hatte, dem Sonnenuntergang und seinen Jagdgründen entgegengeritten war, da begegnete er ihm: Old Kletterhand.

Schon seine Kindertage zeichneten ihn als einzigartiges Talent aus, den seinen Mitmenschen auf die und dann nicht mehr von der Pelle zu rücken, war sein Lebenszweck. So erkannte ihn sein unehelicher Vater Luis Trinker, der selbst die Geister der Berge zu meist später Stunde rufen hörte, in einer schwachen Stunde, doch noch des aufrechten Ganges mächtig, wieder, als jener sich anschickte die Rückwand des Trinkers Pelle zu erklimmen. „Aus dem Buam wird noch was,“ rief der Vater, selbst Bergfex, entzückt aus, und ließ fortan die Welt wissen, was er letztens für einen Wunderknaben der hochstrebenden Investigation gezeugt hatte.

So geschah, es, das ihm, dem zarten Knaben mit seiner gämsenhaften Behendigkeit, frei nach dem anderen Lügner, der Name Old Kletterhand zuteil werden sollte. „Kletterhand ist außer Rand und Band,“ riefen ihm die Dorfbewohner schon von weitem zu, wenn er, älter an Jahren werdend, keine Gelegenheit versäumte, seiner Leidenschaft, nämlich der Kunst des Besteigens aller Art, zu fröhnen. Er zerfranste sich im wahrsten Sinn des Wortes, und so blieb denn auch bisweilen seine züchtige Tracht in Form von textilen Kolletarelschäden vor allem im Rahmen von Erstbesteigungen, wenn er erkennen musste, dass sich der Gipfel seiner Lust als kalte Nordwand entpuppen sollte, auf der Strecke.

„Genug ist genug,“ sprach Luis Trinker und Ließ im ein Kostüm nähen, in das die Fransen seines Daseins geschickt verwoben waren und schickte den jungen Old Kletterhand in die Fremde, auf dass er der Welt seine Kunst offenbaren sollte.

„Verdammt, dann bin ich aufgewacht,“ schmetterte plötzlich Jean Génie, der doch so gerne erfahren hätte, wie die Geschichte des Helden seinen weiteren Lauf nahm. Und hier entpuppte es sich als äußerst vorteilhaft, dass Génie sich trotz seines hohen Alters einst entschieden hatte, sich der Fürsorge einer Angetrauten anzuvertrauen, welche die Gunst des Augenblicks erkannte, ihm blitzschnell eins mit dem Nudelwalker überzog, sodass er sich augenblicklich in Morpheus’ Obhut wiederfand …

(Fortsetzung folgt)

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