Best of Oktoberfest – Eine Weltreise in Bier

_DSC2689Vor etwas mehr als 200 Jahren heiratete der bayrische Prinz Ludwig I. seine Prinzessin Therese und ließ das Volk an seinem Fest teilhaben. Die Feier war so unvergleichlich, so dass die Bayern beschlossen, diese jedes Jahr zu wiederholen. Und hatten damit ihren ersten Exportschlager geboren.

Bevor wir in die Ferne schweifen, treibt’s uns erst einmal in die Höhe: Auf dem Stubaier Gletscher wird dem Ludwig auf 2.900 m Seehöhe gehuldigt. Noch höher kann man das wohlklingende „Ozapft is“ wohl kaum vernehmen.
Das größte Oktoberfest außerhalb Europas findet allerdings in Blumenau, Brasilien, statt. Als man es in den 80er Jahren ins Leben gerufen hatte, wollte man damit Geld sammeln um nach Überschwemmungen so beim Wiederaufbau mitzuhelfen. Heute ist es nach dem Carneval in Rio das zweitgrößte Volksfest Brasiliens. Auch Bierbauch sells …
Auf dem Oktoberfest in Chicago locken traditioneller Weise ansässige Restaurants mit „handmade bratwursts“ und, wie man hört, Unmengen von Bier, die, so sagt man, München um nichts nachstehen sollen, ebenso wie in Cincinnati, wo man alljährlich eine halbe Million Gäste zum feuchtfröhlichen Feiern erwartet.
Das größte Oktoberfest in Japan findet im Hibiya Park in Tokyo statt. Hier wird Bayern at it’s best, inklusive Weißwurst, Brezel und natürlich original bayrischem Bier eingeflogen. Wie man hört, beginnen die (Nachmit)tage mit dem Verzehr leckerer (vor)alpenländischer Gourmandisen, bevor man sich mittels des schaumgekrönten Zaubertranks in nachhaltige Trance versetzt.
Schließlich ist der Gedanke des Oktoberfestes auch völkerverbindend und hat das Zeug zum Friedensstifter: Als in den 90er Jahren in Taybeh die einzige palästinensische Brauerei „aus der Taufe“ gehoben wurde, war man sich schon bald der kulturellen Verantwortung bewusst und initiierte mit deutscher Unterstützung ein Oktoberfest, das hauptsächlich Partygäste aus Tel Aviv und Jerusalem anlockt. Shalom!

Erschienen in der Stadlpost vom 9. September 2015Stadlpost_logo_2015_email_2

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1 Kommentar
  1. Christian Feichtinger sagte:

    wie immer – wenn nicht WR kann diese Themen so abhandeln. Der Mann kann noch Sprache als Instrument ausschöpfen. Zuvielderguten Worte, schaut sonst eventuell so aus als wären wir irgedwie wie die Regierung eh schn wissen… 🙂

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