b.k.1652 KopieDas Jahr 2016 steht im Zeichen eines Jubiläums, dem höchste Aufmerksamkeit gebührt: Bela wird 70! Manche Zeitgenossen meinen zwar, dass Alter kein Verdienst sei, aber was innerhalb eines nun doch schon einige Lenze währenden Lebens so passieren kann, das kann sich mitunter sehen, und betrachten wir den umtriebigen Bela über die Jahre, vor allem auch hören lassen.

Bereits seit den 60er Jahren, nachdem er an der Universität für Musik und Darstellende Kunst sein Klavier- und Kompositionsstudium abgeschlossen hatte, reüssierte er als Orchesterleiter und Konzertpianist in Europa (Frankreich, England, Deutschland, Schweiz), komponierte für den ORF und das Bayrische Fernsehen und sammelte seine Meriten als Intendant unvergesslicher Musikproduktionen, wofür ihm nicht zuletzt 2006 der Titel „Professor“ verliehen wurde.

Denkt man an Bela Koreny, kommt man allerdings nicht an einem Stempel vorbei, den er Wien, gemeinsam mit seinen Freunden von hier und wohl auch dem Rest der Welt aufgedrückt hat: seine „Broadway Piano Bar“. Im Herzen der Musikwelthauptstadt gelegen, war sein Etablissement Treffpunkt der Wiener und internationalen Bohème, Bela verstand es über die Jahre, spannende, unterhaltsame, schlicht unvergessliche Abende zu inszenieren, hier feierte man gelungene Premieren und freute sich, zu später Stunde Kollegen zu treffen, was nicht selten wiederum darin mündete, dass aus einem vorerst belanglosen Plausch spontane Juwelen spätnächtlichen gemeinsamen Musizierens erwuchsen.

Heute hat Bela seinen Wirkungskreis wieder auf weite Teile Österreichs und darüber hinaus ausgedehnt und setzt den Geist seiner Broadway Piano Bar mit Freunden und Künstlerkollegen ungebrochen fort. Sein Engagement für die unvergessenen Schätze, welche die Musik und wohl auch gute Unterhaltung in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben, lässt es Abend für Abend, Programm für Programm aufs Neue unsterblich bleiben.

Bela_Logo_kleinErschienen im März 2016 auf www.belakoreny.at

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P1460979Letztens machte Florian Patsch seinem Namen alle Ehre. Zur Erklärung: Florian steht für gläubige Katholiken bekannter Weise für den Schutzpatron der Feuerwehr. Demnach zeichnete sich Patsch an jenem Abend wohl dadurch aus, nichts, nur ja nichts anbrennen zu lassen, und die Sache mit dem „patsch“, das ist eine andere Geschichte.

Eigentlich begann es ja ganz harmlos: Florian Patsch unternahm vom Nordpol aus eine kleine Stadtwanderung, die ihm zu dem Ort, wo alles begann, führen sollte: zum Schwedenplatz. Wir erinnern uns, damals landeten die Sphenisciden ebendort, um sich nach ihrer letzten Etappe am Nordpol nächst dem Augarten fortan niederzulassen. Frohgemut lenkte er daher seine Schritte zu den Gestaden des Donaukanals und freute sich auf eine erfrischende Abkühlung und einen nachbarschaftlichen Plausch mit den Möwen und in der Hoffnung, diesen einen Fisch vor ihren P1460978Schnäbeln zu stiebitzen.

Doch, allein, es kam ganz anders. Auf dem Weg zur Erfrischung passierte er mit dem „Weinfach“ eine Labstation der besonderen Art, die spontan sein Interesse weckte. Begrüßte ihn doch der gastfreundliche Wirt, Peter Teglas, Inhaber dieser, nicht nur bei Florian begehrenswerten Schenke und motivierte ihn ebenso spontan, doch auf einen Sprung und viel mehr auf einen Schluck vom Rebensaft  in seinen Tempel der Goldenen Tropfen hereinzukommen.

Patsch erwies sich als begeistert und noch viel mehr begeisterungsfähig, kannte er den Goldenen Genuss bislang bloß vom Hörensagen. Peter, der sich alsbald als Stein in der Brandung und vor allem der Wogen, die Patsch gleich einem hilfsbedürftigen Kahn schlingern ließen, herausstellte, führte den Jungzecher in die Geheimnisse seines Kellers ein und motivierte dadurch Patsch, mehr zu wollen und wohl auch zu verlangen. Seine Zunge löste sich und so entsprang dem Schnabel des sonst so honorigen Sphenisciden so manches zotige Lied, das die Welt bislang noch nie gehört hatte:

„Ich bin ein lustiger Gorilla,
mein Bauch ist heute lila,“

grölte er aus angetrunkenem Herzen und

„Ich pfeif’ auf meine Hose
und bespring die schöne Rosa!“

Patsch schien in einem neuen Element, das er, stets befeuert durch das trügerische Nass aus der Hand des mittlerweile einzigen Fels, also dem Peter, mit jedem Schluck mehr genoss.

Bis es dann genug war. Nach seinem letzten Satz, den man allerdings nicht mehr verstehen konnte, machte es „platsch“ mit Patsch und er schlief danach über viele Stunden den ersten Rausch seines Lebens aus. Dennoch erwachte er tags darauf in poetischer Laune und reimte, kaum, dass er die Augen geöffnet hatte:

„Gottogott, mein Kopf ist hin,
ich brauche schnell ein Aspirin.“

 

erschienen am 16. März auf spheniscidusHaifisch-SuiteJG klein

dd4c576f18Wenn es ums Auffinden unserer Weltmeister und Weltstars geht, dann, Wanderer, lenke deine Schritte in die Steiermark! Wir mussten uns daher nicht lange auf die Suche machen und fanden bald – hasta la vista, Baby – das Almenland und mit ihm neben dem besuchenswerten Naturpark die Stoakogler aus Gasen, die Könige der volkstümlichen Musik im Unruhestand.

 

Einleitung: Steirischer Gruß nach Tirol

Es gibt in Zell am Ziller
so fesche Ladykiller,
die glauben, nur in Tirol
fühlen sich die Damen wohl.
Do frog’ i mi, was will er
der Kerl aus Zell am Ziller.
Wann oane zersch an Steirer siaht
Die woas, auf wen sie fliagt.
Steirermen san very good,
very-very good for Hollywood …

I. Die Stoanis

Drehen wir das Rad zurück ins Jahr 1968: Die Brüder Fritz, Hans und Reinhold Willingshofer spielen erstmals offiziell in der klassischen Besetzung des legendären Edler-Trios: Steirische (Knopferl)Harmonika, Klarinette, Posaune. Nun, der Rest ist Legende und den hunderttausenden Fans rund um den Erdball geläufig: Unter den Namen „Stoakogler Trio“, später durch Hinzunahme ihres Ehrenbruders Franz „Die Stoakogler“, bzw. „Stoanis“ (für die globale Familie) wurden sie zum Inbegriff für gute Laune. Als sie etwa 2010 zum letzten Mal in den Musikantenstadl eingeladen waren, erinnerte sich Fritz an 34 (!) Auftritte unter den Ägiden von den ebenfalls unvergessenen Karl Moik und Andy Borg. Letzterer revanchierte sich bei dieser Gelegenheit bei den Brüdern, indem er sich erinnerte, dass sie es waren, die ihn bei seinem ersten Stadl, den er moderierte,  quasi durch die Sendung getragen hatten.

Und es gab ja auch genügend Gelegenheiten, kurz einmal einen neuen Ohrwurm vorbeizubringen, erinnern wir uns: Mama, heut’ brauch ma kan Pyjama, Looking for Freibier, Wo Musik erklingt, oder Steirermen Are Very Good werden wohl noch lange Feststimmung aufkommen lassen. Denn egal, ob die Spezialisten fürs Feiern via CD im Wohnzimmer auftraten oder in den großen Konzerthallen, der Spaß kannte keine Grenzen.

II. Ab ins Almenland

Andy Borg erinnerte sich damals aber auch an seine Erfahrungen mit Fritz, der, solange die Stoakogler aktiv waren, auch für das Managen verantwortlich zeichnete, nicht immer für musikalische Anfragen Zeit hatte, aus dem einfachen Grund, weil auch der eigene Bauernhof versorgt werden wollte. Damit steht der Musikant auch für das Wesen des Almenlandes, und wir lassen es uns gerne erklären: „Ein Naturpark ist ein Landschaftsraum, der im Lauf seiner Geschichte aus dem Zusammenwirken aus Mensch und Natur entstanden ist. Im Lauf der Jahrhunderte hat er seine heutige Gestalt angenommen, und so tragen die Menschen eine große Verantwortung im Umgang damit, sind angehalten, ihn im Rahmen einer schonenden Nutzung und seiner Pflege zu erhalten.“ Mit anderen Worten: Im Gegensatz zu einem Nationalpark, wo man danach trachtet, ein bislang nur spärlich bewohntes Gebiet in seiner Naturbelassenheit zu bewahren, hat sich der Naturpark die Aufgabe gestellt, die, wenn man so will, Nachbarschaft von Mensch und Natur zu pflegen und durch das angesprochene Verantwortungsbewusstsein ein lebenswertes Miteinander zu ermöglichen.

Im Almental nimmt man daher die Aufgaben um den Schutz der Natur und ihre symbiotische Weiterentwicklung sehr ernst.  Man erkennt für den Menschen zuvorderst den Erholungswert des Landstriches und legt etwa großen Wert auf Wanderwege, Rad- und Reitwege, bietet Gelegenheit zum Bergsteigen, aber auch reichlich Raum für Erholung und Regeneration.

„Eine für jeden Stoani-Fan verpflichtende Wanderroute stellt der so genannte Stoakogler Heimatwanderweg dar,“ empfiehlt Fritz, „denn auf seinen zehn Kilometern, ausgehend von unserem Heimatdorf Gasen, bietet er eine Menge Erlebenswertes.“ Man begegnet auf diesem Weg zum Beispiel einer Kneippstation, überquert mehrere Wildbach-Brücken, passiert Schautafeln und die Stoaniweg-Bankerl mit den lustigsten Sprüchen der Stoakogler. Eine Attraktion stellt allerdings der Stoani Weltturm dar, denn, sobald man diesen bestiegen hat, genießt man einen einmaligen Ausblick vom Heimathof der Brüder bis hin zu den Destinationen, an die es die Stoakogler verschlagen hatte: Bis nach Kapstadt, Tokio oder New York reicht der Bllick, garantiert! Den Weg zu beschreiten, zahlt sich im Übrigen aus, denn viele der Wanderer haben bei dieser Gelegenheit die Senior-Musiker schon auf den Wiesen bei der Heuarbeit erlebt.

Im Sinne der Nachhaltigkeit haben die Almentaler darüber hinaus auch Wege ermöglicht, sich quasi spielerisch über diese Form der Lebensqualität zu informieren: auf so genannten Themenwegen, aber auch – für ganz Interessierte – in Form von Seminaren und Brauchtumspflege, um sich so richtig in die Materie hineintigern zu können.

Das gilt neben der Liebe zur Natur auch für die Liebe der zahlreichen Gäste, hier die Natur und ihre Geschichte nicht nur in den Beinen zu erleben, sondern sich auch auf dem Gaumen zergehen lassen zu wollen. Philosophen behaupten daher, dass hier eine steirische Form des Yin und Yang gelebt wird, also sich ein langer Aktivtag in der Natur ideal mit der Kräfte spendenden traditionellen Regionalküche harmonisch in Einklang bringen lässt …

Ein Blick in die Speisekarten der Almenland Gastwirte zwischen Breitenau am Hochlantsch, Fladnitz an der Teichalm, Gasen, Passail, Pernegg an der Mur und St. Kathrein am Ofenegg überzeugen, denn hier wird dank ihres Wissens um die heimischen Kochkünste und –traditionen das Speisen zum wohlschmeckendsten Geschichtsunterricht, den man sich vorstellen mag.

Nachdem man den Leib versorgt hat, darf naturgemäß auch das Herz nicht zu kurz kommen. Und das geht allen Stoanis auf, wenn sie sich aufmachen, ihrem Stoani Haus einen Besuch abzustatten. Hier erfährt man alles über Die Stoakogler und was man in den vergangenen beinahe 50 Jahren schon beinahe vergessen hat: im hauseigenen Kino kann man die Stationen ihrer Weltkarriere noch einmal Revue passieren lassen, unterstützt durch Stoani, dem Maskottchen, das hier zu (fast) echtem Leben erwacht. Oder man singt am besten selbst zu den unvergessenen Melodien: in einem richtigen Karaokestudio kann man sogar eine eigene CD im Geiste der Könige der guten Laune aufnehmen, und unter fachgerechten Anweisungen bietet sich auch die Möglichkeit, die ersten Schritte auf der Knopferlharmonika zu erlernen. Im Stoani Café schließlich krönt man einen spannenden und unterhaltsamen Ausflug, wie könnte es anders sein, mit steirischen Köstlichkeiten.

Fritz empfiehlt aber, den Reichtum der Region auch anderweitig zu entdecken: „Wenn ihr die Vielfalt hautnah erleben wollt, besucht doch den Arche-Park! Da entdeckt ihr eine Auswahl aus der Vielfalt unserer Tier- und Pflanzenarten, und überdies könnt ihr aus der Reichhaltigkeit der Speisekarte, die uns die Natur bietet, auch einiges verkosten.“ Den Hieb- und Stichfesten unter den neugierig gewordenen ergibt sich die Gelegenheit, unter dem Motto „Unser größter Schwarm“ eine Imkerei zu besuchen, und wenn man sich auf Schatzsuche begeben und nach Gold schürfen will, bietet sich der Silberberg an: In dem ehemaligen Silberbergwerk reift mittlerweile der goldgelbe Käse aus der Region …

III. Dahoam is dahoam

Verbringt man die Tage im Almenland, möchte man wohl, dass sie so schnell nicht vergehen, und man kann sehr gut nachvollziehen, dass die Brüder aus Gasen nach ihren Reisen rund um die Welt stets darauf gefreut haben, wieder zurückzukommen, vielleicht auch unter dem Aspekt, auf die Sterne von Athen verzichten zu können, nicht aber auf den Schnaps aus St. Kathrein.

Erschienen in der Stadlpost vom 8. März 2016Stadlpost_logo_2015_email_2

AUSTRIA/Federspiel © Julia Wesely - bei jeglicher Veröffentlichung wird um Nennung der Bildautorin gebeten!

Federspiel ist ein wichtiger Begriff, am Tor zur Wachau und selbstverständlich darüber hinaus.

Weinliebhaber bringen das Wort schnell mit den allseits bekannten Rebensäften in Verbindung, die strenge Auflagen erfüllen müssen, ehe sie mit diesem Prädikat sozusagen geadelt werden. Das mag wohl auch ein Kriterium des Ensembles Federspiel gewesen sein, als man 2004 daran ging, die Blasmusik um eine Facette reicher zu machen. Begleitet vom Mastermind der österreichischen Volksmusik, Rudi Pietsch, fanden hier sieben Musiker zusammen, die, einerseits zutiefst in ihren Wachauer Traditionen verhaftet waren, aber auch interessiert an der Interpretation nachbarschaftlicher Weisen mittels ihres Ensembles eine reiche, saftige Spielwiese fanden.

Und eine begeisterte Presse meinte dazu unlängst: „In jüngster Zeit machen immer wieder Bands deutlich, dass Blasmusik auch ziemlich cool sein kann … Eine Blasmusikkapelle von bewundernswertem Abwechslungsreichtum ist Federspiel aus Österreich.“ Wie gesagt, fest verankert und wissbegierig, was das Musikland Österreich aus seinem Erbe heraus zu bieten hat, entstanden daher ambitionierte Programme, wo heimische Walzer, Polkas und Märsche ebenso ihren Platz finden, wie Ausflüge – für den Kaiser wäre es sehr schön gewesen und es hätte sich wohl auch sehr gefreut – in die damaligen Kronländer, wo auch ein rassiger Csárdás seinen Platz findet und nicht zuletzt – in diesem Reich ging ja bekanntlich die Sonne nicht unter – in mexikanischer Folklore (das liegt aber eher an den Wurzeln von Ayac Iuan Jiménez Salvador, Trompete und dessen mittelamerikanische Wurzeln).

Die Verbundenheit mit dem Original, gepaart mit der Frische und dem Mut zu bisweilen frechen Interpretationen sind wohl der Grund dafür, dass Federspiel seit mehr als einem Jahrzehnt in soignierte Konzertsäle ebenso eingeladen werden, wie zu zeitgenössischen, ja poppigen Festivals. Daran erinnern etwa die Besucher eines hehren Wiener Musikvereins, wo sie 2014 ihr zehnjähriges Bestandsjubiläum gefeiert hatten, ebenso gerne wie die Fangemeinde des Woodstock der Blasmusik, aber auch Zuseher vieler TV-Stationen in Europa.

Bliebe abschließend noch, der Truppe zu so viel Erfolg zu gratulieren, kurz im Keller eine Flache Riesling Federspiel hervorzuholen vielleicht von der Domäne Wachau und mit Der Kapelle auf die kommenden zehn Erfolgsjahre anzustoßen.

Erschienen in der Stadlpost vom 8. März 2016Stadlpost_logo_2015_email_2

Vicky Leandros_Presse_04 (c) Walter Kober KopieSo nennt sich Vicky Leandros’ Tournee anlässlich ihres 50-jährigen Bühnenjubiläums, im dessen Rahmen sie am 30. April auch im Wiener Konzerthaus Station machen wird. Wir trafen die erfolgreichste Sängerin zu einem Gespräch.

Ohne ihr schmeicheln zu wollen, aber neben einer hinreißenden Gesprächspartnerin treffen wir eine Frau, der man nicht glauben möchte, dass ihr erster Welthit, „L’amour est bleu“, den Vicky damals für Luxemburg auf dem Grand Prix d’Eurovision gesungen hatte, aus dem Jahr 1967 datiert. Diesem ersten internationalen Erfolg folgten im Lauf der Zeit ein erster Platz beim Song Contest, wir erinnern uns an „Aprés toi“ im Jahr 1972 und ein nicht und nicht aus unseren Ohren gehen wollendes „Theo, wir fahr’n nach Lodz“. Vicky Leandros blickt mittlerweile auf 500 Album-Veröffentlichungen in 55 verschiedenen Ländern zurück, unzählige Gold- und Platinauszeichnungen und eine Menge Preise und Auszeichnungen, welche ihr zwischen Kanada und Japan verliehen wurden, denn international gestaltet sich auch ihre Fangemeinde: ihre Konzerte waren und sind in Europa ebenso umjubelt wie jenseits den so genannten Großen Teichs, bis hin in den fernen Osten. Ihre Lieder erschienen bislang in vielen Sprachen, und wie kreativ und unternehmungslustig sie in der Arbeit mit hochkarätigen Künstlerkollegen war, zeigt ein Who Is Who renommierter Chansoniers und Schlagerstars: dazu zählen etwa Jacques Brel, Chris de Burgh, Naidoo oder der von ihr so verehrte Landsmann Mikis Theodorakis, dem sie 2003 ein ganzes Album gewidmet hatte.

So gesehen, dürfte ein Konzertabend mit der viel Umjubelten demnächst so manchen Rahmen sprengen, denn sie verspricht, sich im Lauf des Abends an die eine oder andere Station ihres vielfältigen Lebens zurückzuerinnern, „aber, keine Angst, nicht allzu sehr, denn ich ziehe es vor, nach vorne zu schauen, und da steht natürlich mein aktuelles Album im Zentrum des Geschehens.“ Und relativiert auch gleich den Titel: „Ich weiß, dass ich nichts weiß, wir alle kennen den Ausspruch von Sokrates, könnte vermuten lassen, dass ich mich nun, ich bin ja auch reicher an Jahren geworden, in altersbedingter Weisheit zurückziehen und das Leben bereits aus einer Distanz der Weisheit betrachten könnte,“ lacht sie, „aber so ist es nicht: Es mag schon stimmen, ich bin zwar reicher an Lebenserfahrung, aber doch stets dieselbe geblieben: abgesehen davon, dass ich noch immer in Gefahr laufe, dieselben Fehler zu machen, habe ich heute noch unheimliches Lampenfieber vor jedem Auftritt. Ich bin auch neugierig, lern- und wissbegierig geblieben.“

So wird uns die alte, neue Vicky Leandros, die uns mit ihrem wohl persönlichsten Album und den entsprechenden Liedern in den letzten Wochen so viel Freude bereitet hat, auch in ihrem Konzert spüren lassen, dass wir uns genauso auf eine Bilanz nach einem halben Jahrhundert freuen dürfen, wie auch auf herzerfrischende weitere viele Jahre mit der Ausnahmesängerin.

Erschienen in der Stadlpost vom 8. März 2016Stadlpost_logo_2015_email_2

Lonesomedinner2CMYGDieser Tage gaben sich die Kollegen von spheniscidus den Musen hin und ließen sich auch von ihnen küssen – dahingehend, dass sie die Probearbeiten zu deren Veranstaltung „Die lange Nacht des Pinguin – Kunst im Verlies“ noch einmal Revue passierten ließen. Sie hatten damals fleißig mitgedreht und bannten nun auch einige Schwerpunkte daraus für die Ewigkeit.

Es waren ja auch zwei denkwürdige Abende im vergangenen Dezember, als sich Watschelmann & Co. sozusagen im Verlies einfanden, um unter der Leitung von Jean Génie und seinem Team ihre Erfahrungen seit ihrer Ankunft am Leopoldstädter Nordpol einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren – die sich in Form von Heerscharen von Besuchern darstellte.

Am Gelingen dieses ersten von vielen noch folgenden Projekten trugen auch eine Menge Leute bei: live und hilfreich vor und hinter der Bühne, sowie als engagierte Informationslieferanten und Mitwirkende, die sie auf der großen Leinwand zeigen konnten. Neben Jean Génie recherchierten und dokumentierten Prof. DDr. Wolfram Plauscher, sowie der rastlose Kameramann für Foto und Film Wilhelm Kramermann, gemeinsam mit ersteren las Ingrid Lassnig, und Wolfgang Katzer, alias Bamschabl, wurde nicht müde, als Kenner und Trainer der frackgewandeten Zeitgenossen, ihr Leben um eine Dimension zu erweitern. Von der Leinwand lachten unser Bezirksvorsteher Karlheinz Hora und die Gastgeber im Hauptquartier der ÖPP, Gerald und Chinte. Sang- und klangvoll wurde das Forschungsprojekt von Sandra Rose und Franz Scharf, die sich in der Darstellung des ewigen Themas No.1 auf die Spuren von Hazy Osterwald begaben, abgerundet.

Unknown

 

Hier geht’s zur pulitzerpreisverdächtigen Video-Dokumentation

 

Haifisch-SuiteJG klein spiegel

 

erschienen auf spheniscidus am 23. Jänner 2016

Nun werden sich die treuen Leser und interessierten Gefolgsleute von Jean Génies Weltreisen durchs Karmeliterviertel gefragt haben, wie es er und seine Getreuen wohl schafften, der Vielzahl an Aufgabenstellungen auch Herr zu werden. Die Redaktion fragte sich das auch und konnte ihn dazu bewegen, Einblick in das Geheimnis seiner investigativen Bemühungen zu geben, um dieses Schritt für Schritt zu lüften.

Tropenhelm1 Der Tropenhelm: Wie wir wissen, gliss das Licht im Halbjahr der brütenden Sonne unbarmherzig auf das Team hernieder. So war es verständlich, dass Jean Génie im Fachladen zum Faschingsprinz nächst seines Hauptquartiers fündig wurde und sich selbst und seine Forscherkollegen mit dem notwendigen Rüstzeug ausstatten konnte.

Schwammerlmesser2 Das Schwammerlmesser: hätte beim Auffinden der lange gesuchten Austeritätspilze wertvolle wertvolle Dienste erweisen können, wäre dieses jedoch nicht zuvor in den geheimnisvollen Stellen der stets taillierten Tropenkleidung des Génie mit einem Mal in den Falten, wie sie auch immer geartet sein wollten und woher sie (auch unter seiner Kleidung) auch kommen mochten, spurlos verschwunden.

FeldstecherSonnenbrille3 Der Feldstecher: half im Zuge der Bemühungen, die Spezies der Sphenisciden aufzufinden auch nur bedingt, genauso wie

4 Die Sonnenbrille: denn Watschelmann und Patsch zeigten schon bald nach den Anstrengungen des Teams, ihrer gewahr zu werden, von selbst und ersuchten die Wissenschaftler ob der sommerlichen Temperaturen um Rat, um doch bald den Weg zur Stätte der Labung zu finden, genannt Reichsapfel -> siehe auch Parteilokal der ÖPP.

erschienen auf spheniscidus am 29. November 2015Haifisch-SuiteJG klein
lesen Sie auch Antarctica aus memo und spheniscidus